Weit über 1.000 Jahre Berufserfahrung kamen mit den Teilnehmenden bei der Wellenbrecher-Veranstaltung am 27. April im Dortmunder „Nansen“ zusammen. „Arbeiten mit Perspektive – gesund durch alle Lebensphasen“ war der thematische Aufhänger.

Prof. Dr. Joachim Hüffmeier, leitender Arbeitspsychologe an der TU Dortmund, lockte in seinem Input zunächst die gängigen Stereotypen hervor, um damit später wissenschaftlich belegt gehörig aufzuräumen. Weder sind die älteren Mitarbeitenden nicht mehr lernfähig / veränderungsresistent noch fallen sie im großen Durchschnitt mit steigenden Krankheitsphasen und schwindender Arbeitsleistung auf. Im Gegenteil! Das ggf. leicht sinkende Tempo im Umgang mit neuen Techniken kompensieren sie durch angesammeltes Wissen, Netzwerk-Kompetenz und den Einsatz für ein soziales Miteinander.

Weg mit den Stereotypen heißt es laut Prof. Hüffmeier auch bei jüngeren Arbeitnehmer:innen. Auch wenn die vielzitierte Work-Life-Balance feststellbar ist, engagieren sich diese Generationen für Sinnhaftes beruflich ebenso wie die Älteren. „Am besten macht die Arbeit Spaß“ – das war auch eins der Gruppenergebnisse aus den Workshops.

Die rund 30 Wellenbrecher-Teilnehmer:innen haben in drei Gruppen Ergebnisse erarbeitet. Was sind persönliche und berufliche Veränderungen mit zunehmenden Jahren? Wie möchten und können wir in Zukunft arbeiten? Was bringt uns der Wissenstransfer, wenn Fachkräfte über das Renteneintrittsalter hinaus aktiv bleiben? Hier setzte die positive Botschaft der Fachveranstaltung direkt an: Erfreulicherweise haben viele Wellenbrecher, für die die Rente näher rückt, ausdrücklich geäußert, dass sie länger für den Träger aktiv bleiben möchten. 

Danke, auch im Namen der Geschäftsführung, an alle, die sich bei der Veranstaltung so aktiv eingebracht haben, und an unseren tollen Referenten Prof. Hüffmeier!