Erziehungsbeistandschaften

Betreuungsform

Angebote im Rahmen einer Erziehungsbeistandschaft richten sich an das einzelne Kind/den einzelnen Jugendlichen. Allerdings soll in dieser Hilfeform das soziale Umfeld (z. B. die Familie) zur Unterstützung der Kinder/Jugendlichen nach Möglichkeit in die Arbeit mit eingebunden werden. Die Hilfen sind langfristig angelegt und dienen vornehmlich der Förderung von Sozial- und Leistungsverhalten sowie der Vermeidung von Fremdunterbringung bzw. bei älteren Jugendlichen der Vorbereitung der Verselbständigung.

Spezifische Leistungsmerkmale

  • Kennenlernen Kindes oder Jugendlichen, seiner Familie sowie des gesamten sozialen Umfeldes
  • Aufbau einer vertrauensvollen Beziehung zwischen Kind/Jugendlichem und Betreuer durch gemeinsame Freizeitaktivitäten
  • Förderung von Hobbys und einer sinnvollen Freizeitgestaltung
  • Krisenintervention
  • Erarbeitung alternativer individueller Krisenbewältigungsstrategien
  • Erarbeitung alternativer Strategien zur individuellen Leistungsmotivation
  • Beratung und Unterstützung des Betreuten und ggf. seiner Eltern bei der Entwicklung und Umsetzung einer Schul-, Ausbildungs- oder Arbeitsperspektive
  • Anbahnung von institutionellen Hilfs- und Beratungsmöglichkeiten für den Betreuten 
  • Einbindung des Betreuten und seiner Familie in Vereine und andere stützende soziale Netzwerke des Wohngebietes.

Merkmale

Altersgruppe:Kinder und Jugendliche von 6 bis 18 Jahren (z.T. auch bis zum 21. Lebensjahr)
Geschlecht: männlich oder weiblich
Gesetzl. Rahmen: §§ 27 ff., 30 (z.T. auch i.V.m. § 41) SGB VIII

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