Betreuungen für Kinder und Jugendliche in Krisen

Betreuungsform

In Krisensituationen, die es erfordern, Kinder oder Jugendliche unverzüglich kurzfristig aus ihrem Herkunfts- oder aktuellen Betreuungssystem herauszunehmen, werden verschiedene Kriseninterventionsmöglichkeiten angeboten. Je nach individuellem Bedarf bestehen diese in Reiseprojekten oder stationären Kurzzeitbetreuungen. Neben kurzzeitigen Unterbringungen in trägereigenen Wohnungen haben sich vor allem auch Reiseprojekte im In- und Ausland oder Aufenthalte etwa in der „Inobhutnahme Schwerte“ bzw. in einem unserer Standprojekte im Ausland als sinnvolle Kriseninterventionen bewährt. All diese Angebote schaffen eine räumliche Distanz und damit den notwendigen Raum für eine intensive Auseinandersetzung mit der belastenden Situation. Die Dauer der Krisenintervention variiert in Abhängigkeit des Einzelfalles. Wir bieten sowohl eine Überbrückung für den Zeitraum weniger Tage, wie auch längere Betreuungen an.

Ziele

Zu den Zielen dieser Kriseninterventionsangebote zählt unter anderem die
  • Entlastung des Herkunfts- bzw. Betreuungssystem bei zugespitzter Beziehungsdynamik (Timeout)
  • Schaffung eines Freiraumes für die Betreuten, um abseits der Alltagssituation die eigene Lebenslage zu reflektieren
  • Ressourcensuche, um gemeinsam mit der/dem Betreuten Ideen für geeignete Anschlusssettings zu entwickeln
  • Diagnostik, um Kriterien einer geeigneten Anschlussmaßnahme bzw. begleitende Maßnahmen im Fall einer Rückführung herauszuarbeiten
  • kurzfristige Sicherstellung der Grundversorgung bei Jugendlichen
  • Vermeidung von Fremd- und Selbstgefährdung
  • Vermeidung von Untersuchungshaft.

Merkmale

Altersgruppe: Kinder und Jugendliche
Geschlecht: männlich oder weiblich
Gesetzl. Rahmen: §§ 27, 34, 35, 35a und 41 des SGB VIII

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