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Wellenbrecher richtet professionelles Deeska-lationsmanagement für alle durch Übergriffe gefährdete MitarbeiterInnen ein

Vorgeschaltete Gefährdungsanalyse begründet dringenden Bedarf

StuhlkreisgrossWir nehmen unsere Verantwortung gegenüber unseren MitarbeiterInnen sehr ernst. Dazu zählt auch, dass wir alles dafür tun, um die Arbeit mit unseren KlientInnen so gut wie möglich abzusichern. Aus diesem Grunde hat Wellenbrecher seit kurzem ein professionelles Deeskalationsmanagement (Konzept nach ProDeMa® – Institut für Professionelles Deeskalationsmanagement) für diesen Personenkreis implementiert.

Im Verlauf des Programmes werden alle MitarbeiterInnen mit Klientenkontakt professionell, regelmäßig und im angemessenen Umfang im Bereich Deeskalation geschult. Wir bieten ihnen dreitägige Trainings sowie die Teilnahme an den anschließend jährlich stattfindenden Auffrischungskursen an. Für die Trainings stehen speziell qualifizierte und dafür freigestellte MitarbeiterInnen zur Verfügung.

Eine derart aufwendige Struktur schafft ein Träger nicht aufgrund von mehr oder weniger vagen Vermutungen über das Vorliegen einer Gefährdungslage. Deshalb wurde vor der Beschlussfassung über diese Maßnahme eine umfangreiche Erhebung bei allen MitarbeiterInnen durchgeführt, um zu erfahren, wann es wo zu Auffälligkeiten kam, welcher Art diese genau waren, und ob sich daraus ein notwendiger Handlungsbedarf ableiten lässt. Im Ergebnis lässt sich leicht nachvollziehen, dass die Eskalationsprozesse mit der Nähe zu den betreuten Kindern und Jugendlichen sowie natürlich mit der Höhe der Belastungsfaktoren bei den beteiligten Personen einhergehen. Das größte Vorkommen an aggressiven Eskalationsmomenten gab es dementsprechend bei unseren Sozialpädagogischen Lebensgemeinschaften, in den Auslandsprojekten und den Wohngruppen. Dort, wo Betreute bei ihren BetreuerInnen im Haushalt leben, ergeben sich naturgemäß eine ganze Reihe von Konfliktpunkten, die Aggressivität und Gewalt begründen können. Allerdings existieren auch große Unterschiede zwischen den einzelnen Lebensgemeinschaften und Projekten.

Auslöser für aggressives Verhalten können eine Vielzahl von Verhaltensweisen und Wahrnehmungen sein. Das beginnt etwa bei Grenzziehungen durch die Erwachsenen und erstreckt sich über als ungerecht empfundene Schuldzuweisungen, Überforderungen, bis hin zu sehr individuellen Verhaltens-Triggern. Entsprechend vielfältig gestalten sich dann auch die Reaktionen der Kinder und Jugendlichen gegenüber den BetreuerInnen.

Wir sind von daher froh, dass wir als Träger diesen Schritt eingeleitet haben und überzeugt davon, dass damit ein positiver Beitrag zur Weiterentwicklung unserer Qualitätsstandards geleistet wird.