VortragTopneu

Datenschutz

Impressum

„I co dalej? – Und was kommt danach?“

Ein Jugendlicher berichtet über seine Erfahrungen in einem Projekt in Polen

Guten Tag,

Vortrag1mein Name ist Benjamin* und bin 16 Jahre alt. Am 16 April 2015 fuhr ich gemeinsam mit Georg Schulze-Hauling nach Polen. Dies war ein sehr bedeutendes und wichtiges Ereignis für mich!

Als ich nach Polen kam, bin ich in die Gemeinde Stężyca an Dąbrowa 8 gezogen. Jetzt wohne ich schon fast 2 Jahre und 6 Monate mit der Familie (Mc., Z., A. und Mw.) und meiner Betreuerin M. zusammen. Mit ihnen habe ich grundsätzlich einen sehr guten Kontakt. So, wie in jedem Haushalt, hat jeder seine Verpflichtungen, wie zum Beispiel: Gartenarbeit, Müllentsorgen, Staubsaugen ect.

Zu Beginn der Projektmaßnahme hatte ich Individualunterricht in den Fächern Englisch, Deutsch und Mathematik. Dazu lernte ich selbstständig im Bereich verschiedener Fächer, in denen ich keinen Lehrer hatte, z.B. Physik und Chemie. Hausaufgaben gab es und gibt es natürlich immer noch.

Dann letztendlich nach den Sommerferien 2016/17 fing ich an, das polnische Gymnasium, Klasse 1A und jetzt sogar schon 2A, zu besuchen.

Für mich war anfangs die Vorstellung sehr unangenehm, eine polnische Schule zu besuchen. Glücklicherweise nach circa 2 bis 3 Wochen konnte ich mich gut einleben, so dass ich sehr froh war, diese Gelegenheit zu haben. Für mich ist es eine unbezahlbare Gelegenheit. Ich habe schnell begonnen, Kontakte mit anderen in „meinem Alter“ zu haben. Ich hatte es satt, mich ständig zu isolieren und keine Kontakte zu haben. Mittlerweile fühle ich mich hier wie Zuhause, nur dass ich, ehrlich gesagt, unbekannter Weise momentan mein Zuhause nicht identifizieren kann.

Außer der Schule absolvierte ich ein Praktikum. Zuerst beim Elektriker, doch das hat mir aus verschiedenen Gründen nicht gefallen. Zum Glück kannte meine Betreuerin einen Tierarzt, bei dem ich dann auch mein Praktikum ausgeübt habe. Vom ersten Tag an hat es mir sehr viel Spaß gemacht. Wir haben verschiedene Operationen und Behandlungen bei Groß- und Kleintieren durchgeführt. Manchmal war ich mit dem Tierarzt von 10:00 bis 21:00 Uhr unterwegs. Insgesamt dauerte dieses Praktikum ungefähr 3 bis 4 Monate.

DiplomEbenso betreibe ich viel Sport und Kultur. Im Januar 2016 habe ich angefangen, im Klub „ZUKS“ zu segeln. Am Anfang war ich nicht besonders begeistert, doch als ich das erste Mal auf einem Segelboot saß, wollte ich nicht wieder herunter. Gemeinsam mit meiner Mannschaft (W., K. und ich) haben wir am kaschubischen Cup teilgenommen und den 1. Platz gewonnen (s. Abb.). Sonst fahre ich sehr gerne Fahrrad. Im Sommer 2017 bin ich gemeinsam mit Mc. (meinem Betreuer) 100 km gefahren! Dazu gehe ich regelmäßig schwimmen, um in Kondition zu bleiben. Bisher hatte ich auch die Möglichkeit, an einer Kajaktour teilzunehmen.

Mehrmals hatte ich die Möglichkeit, verschiedene Orte zu besuchen, welche geschichtslastend, bedeutend und einfach interessant sind. Also war ich zum Beispiel im Shakespeare-Theater in Danzig, in der Wolfsschanze, Zakopane, auf der Halbinsel "Hel", auf einer Segelreise in der baltischen Bucht und auf den Mazuren, wo ich auch auf einer Segelreise mit unserem Segelklub war.

Hier in Polen konnte ich mich 100%-ig auf mich selbst konzentrieren und mein Potenzial dank der Hilfe von Wellenbrecher, dem Jugendamt, meiner Betreuerin, meinen Eltern und allen nahstehenden Personen ausschöpfen. Trotzdem habe ich noch viel Luft nach oben und werde niemals aufgeben. Ich setze mir ständig neue Ziele und verfolge diese auch. Meine Motivation ist das, was ich bis jetzt erreicht habe, und die Vorstellung, wie es in ein paar Jahren für mich aussehen könnte.

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!

* Name von der Redaktion geändert

Benjamin* mit seiner Betreuerin