Primäre Gewaltprävention für Kinder in der Grundschule

› Kinder werden nahezu unvermeidbar mit Gewalt und Aggression in Kontakt kommen. Sie werden Opfer von direkter, also direkt gegen sie gerichteter und indirekter Gewalt, in dem sie Gewalt als Zuschauer und Zeuge beobachten. Diese Gewalterfahrungen haben vielfach das Potential, die Kinder nachhaltig zu verletzen und in ihrer Entwicklung negativ zu beeinträchtigen. Aus diesem Grunde kommt der primären Gewaltprävention im Rahmen von Erziehung eine besondere Bedeutung zu, in dem sie möglichst frühzeitig, vor dem Auftreten von Gewalterfahrungen, ansetzt.

Ziel von primärer Gewaltprävention muss es also u.a. sein, Kinder altersgerecht und nachhaltig für das Thema Gewalt zu sensibilisieren, das Thema zu enttabuisieren und sie im sicheren und möglichst konstruktiven Umgang mit Gewalt zu trainieren. Dies kann unter anderem in Form eines professionellen Trainings geschehen.

Lars Mechler, Bereichsleiter Prävention-Training-Beratung bei Wellenbrecher, beschäftigt sich in einem Beitrag, der hier zum Download bereitsteht, ausführlich mit den Möglichkeiten und Grenzen primärer Gewaltprävention im Grundschulalter und entsprechenden Trainingskonzepten. Dabei kommt er zu dem Schluss, dass durch altersgerechte und professionelle Konzepte Kinder angemessen für das Thema Gewalt sensibilisiert werden können. Durch diese Sensibilisierung und Enttabuisierung steigt die Chance, dass Kinder Gewalt, egal, ob gegen sich oder gegen andere gerichtet, schneller als solche erkennen und dadurch die Möglichkeit haben, sich aktiv für eine Verhinderung oder Beendigung der Gewalt einsetzen. 
Eine gezielte Stärkung der Kinder hilft ihnen dabei, Gewalt frühzeitig zu erkennen und rechtzeitig und angemessen zu handeln.

Bei der Frage nach der richtigen Reaktionsstrategie können Trainings jeglicher Art jedoch immer nur Ideen für möglicherweise passende Strategien geben. Was genau in einer Gewaltsituation das „richtige“ Verhalten sein kann, kann in einem Training nicht gesagt werden. Je vielseitiger und sicherer sich die Kinder aber verhalten können, desto größer ist die Chance, dass sie während eines Gewalterlebnis handlungsfähig sind/bleiben.

Gewalt zum Thema machen – Primäre Gewaltprävention für Kinder in der Grundschule