Eine Methode ist ein mehr oder weniger planmäßiges Verfahren zur Erreichung eines Zieles. Im Fall eines Reiseprojektes kann die Methode dazu dienen, ein Ziel zu finden. Oft sind die Jugendlichen, die an einem Reiseprojekt teilnehmen, ziellos. Sie haben keine – oder sehr wenige – Perspektiven, und die Ziele sind häufig in der Konsumwelt zu finden. Sind dann die Ziele unrealistisch und für Jugendliche kaum erreichbar, führt das natürlich zu Frust und Unzufriedenheit.

Im engeren Sinne wird unter einer Methode ein Erkenntnisweg verstanden. In der Reisepädagogik ist der Weg das Ziel. Genau diesen Weg geht der Reisepädagoge mit dem/der Jugendlichen. Verschiedene Möglichkeiten, individuell auf die einzelnen jungen Menschen angepasst, stehen zur Verfügung. Die Reise kann eine Auszeit für sie sein, ein Ruhepol und eine Möglichkeit, der Reizüberflutung des Alltages zu entrinnen – dabei auf dem Weg zu sein und in Ruhe mit der Hilfe des Reisepädagogen auf die Themen des Alltags zu schauen und diese zu reflektieren. Es kann eine Reise mit dem Ziel sein, den/die Jugendliche/n in eine Projektstelle zu überführen und sie mental darauf vorzubereiten.

Häufig dient ein Reiseprojekt aber der Zielfindung oder der Möglichkeit eines Perspektivwechsels. Die Stärkung des Selbstwertes durch den Einbau vieler erlebnispädagogischer Einheiten auf der Reise ist ein oft positiver Nebeneffekt. „Wo will ich hin? Welche Stärken habe ich?“ und „Wie erreiche ich mein selbst gestecktes Ziel? Welche Möglichkeiten habe ich überhaupt?“ und „Wie schaffe ich mir neue Möglichkeiten mit meinen Kompetenzen?“ sind nur einige der Fragen, die in einer neutralen Umgebung, reizarm, oft am Lagerfeuer, im 1:1-Kontext bearbeitet werden können. Ohne einen Gruppendruck und die dazu gehörige Dynamik.

Ob es mit dem Kanu oder dem Rad losgeht, zu Fuß, tiergestützt oder nur zu zweit – jedes Reiseprojekt verläuft anders. Gemeinsam ist allen Reiseprojekten nur die anvisierte Dauer, um die mit dem Jugendamt und dem/der Jugendlichen zuvor erarbeiteten Ziele zu erreichen. In der Regel enden die Projekte nach 6 Wochen mit den Erkenntnissen aus dem Reiseprojekt und einer Empfehlung des Pädagogen und des zuständigen Koordinators zum weiteren Vorgehen mit dem/der Jugendlichen.

Reiseprojekte sind in der Regel sehr naturnah und finden zu jeder Jahreszeit statt. Dabei hat jeder Reisepädagoge sein eigenes Konzept und seine individuelle Art, auf die Reise zu gehen. Eine unserer Kompetenzen ist es, einen für den Jugendlichen passenden Reisepädagogen zu finden.

Weitere Methoden, die während eines Reiseprojektes gut genutzt werden, sind viele Elemente aus der Erlebnispädagogik, Rollenspiele, Wettkämpfe oder auch die Konfrontation.

Ziele des Reiseprojektes können sein:

  • Stärkung des Selbstwertes
  • Aufbau und Stärkung der sozialen Kompetenzen
  • das Clearing
  • die klassische Auszeit
  • Grenzerfahrungen erleben und meistern
  • Ziel- und Perspektivfindung oder auch
  • einfach die Überführung in und Vorbereitung auf eine Projektstelle.

Mehr Infos zu unserem Angebot der Reisprojekte finden Sie an dieser Stelle. Interessant ist auch der Beitrag im Coolibri, Ausgabe Juli/August 2019 „Traumjob Reisepädagoge“ (dort: Karriere, S. 4 bzw. ePaper gesamt S. 78). Falls Interesse an einer Tätigkeit als Reispädagoge besteht – wir sind immer auf der Suche nach engagierten Leuten. Klicken Sie auf die untenstehende Schaltfläche und nehmen Sie Kontakt mit uns auf.

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