Grafity2
WBLogoAktWeiss

Sparkasse Düren spendet 10.000 Euro für Gewaltpräventionsarbeit von Wellenbrecher

LogoSKDNrot2Kurz vor den Feiertagen erreichte uns eine frohe Botschaft: Die Sparkasse Düren, die seit vielen Jahren unter dem Motto „Gut für die Region“ soziale Projekte fördert, spendet für unser Engagement im Bereich Gewaltprävention an Schulen eine Summe von 10.000 EUR. Sie unterstützt damit unser Bestreben, häufig anzutreffende Formen von Gewalt zu reduzieren, Lösungen zum Schutz vor Mobbing anzubieten oder Zivilcourage und Deeskalation als Mittel der Konfliktlösung zu thematisieren.

Wir bedanken uns deshalb herzlich für diese Unterstützung, die nicht zuletzt auch den Schulen zugute kommt, mit denen wir vertrauensvoll zusammenarbeiten.

Pflegekinderhilfe Die Option bereitet künftige Pflegeeltern intensiv vor

DSF3461 

 

 

Wellenbrecher-Infoveranstaltungen finden großen Anklang: Familien oder Paare, die sich dazu entschlossen haben, ein Pflegekind aufzunehmen, empfinden es oft als gewagten und ungewohnten Schritt in einen neuen Lebensabschnitt mit vielen Unbekannten. Wir wissen, dass dies viel Geduld und Einfühlungsvermögen auch in schwierigen Situationen erfordert. Mehr Infos...

"Wir sind in der Region gut aufgestellt"

TeamEifel 

Unser Büro Eifel in Euskirchen ist eine feste Größe für die Jugendämter.

Seit mehr als acht Jahren bietet unser Euskirchener Team vom Büro Eifel ein umfangreiches Spektrum von erzieherischen Hilfen nach den Bestimmungen des Sozialgesetzbuches VIII an. Mehr Infos...

Wellenbrecher unterstützt gesellschaftliches Engagement junger Menschen

Mofa2 

Das Projekt "Mothers for All" braucht auch unsere Hilfe.

Als gemeinnützige Jugendhilfeeinrichtung mit einer wertorientierenden Grundhaltung ist unsere Arbeit mehr als nur die Aufgabenerfüllung, wie sie im Sozialgesetzbuch geregelt ist.

 

Wir begreifen unser Tun auch als Teil eines sozialen Engagements, das einen wichtigen Beitrag zur Stabilisierung des gesellschaftlichen Zusammenhalts leistet. Mehr Infos...

Eine Menge Informationen

FoBi2 

Ende September fanden parallel zwei umfassende Fortbildungsveranstaltungen statt. Mehr Infos...

Gesundheitsfürsorge bei Wellenbrecher

Jobrad 

Wellenbrecher unterstützt MitarbeiterInnen beim "Jobrad"-Modell. Mehr Infos...

"Die Drehscheibe" biegt in die Zielgerade

image001 

Etwas mehr als ein Jahr ist es her, seit sich Wellenbrecher e.V. mit der Frage beschäftigte, wie unsere erzieherischen Hilfen und die jetzt schon hohen Standards noch weiter verbessert werden können. Dabei spielte nicht zuletzt die Frage ein große Rolle, welche Möglichkeiten für die in verschiedenen Projekten individualpädagogisch intensiv betreuten Jugendlichen am geeignetsten sind, um sie nach dem Projektende nicht abrupt sich selbst zu überlassen, sondern ihnen möglichst früh z.B. mit gezielten sozialen Kompetenztrainings zu helfen, den bevorstehenden Alltag ohne ständige Begleitung besser bewältigen zu können. Dazu gehört auch die Unterstützung bei der Integration in neue Gemeinschaften innerhalb eines ungewohnten Umfeldes.

Obwohl wir bisher schon gute Erfolge mit anderen speziell für diesen Zweck durchgeführten Maßnahmen erzielen konnten, war doch das Bedürfnis, ein schlüssiges, übertragbares und nachhaltiges Gesamtkonzept mit zusätzlichen Unterbringungsmöglichkeiten zu entwickeln, recht groß. Mit der Weiterentwicklung unserer Angebote wollten wir zugleich dem Umstand Rechnung tragen, dass manchmal auch bestimmte gesellschaftliche Veränderungen neue Antworten in der Jugendhilfe erfordern. Als kompetenter Träger mit mehr als zwei Jahrzehnten Erfahrung sind wir immer bemüht, unsere Kinder und Jugendlichen in einem durchgehenden Prozess vom ersten Kennenlernen bis zur Verselbständigung zu begleiten. Dabei arbeiten wir nicht nur sehr eng mit den Jugendämtern zusammen, sondern darüber hinaus mit allen am Hilfeprozess beteiligten Partnern und Institutionen. Im Interesse unserer betreuten jungen Menschen halten wir nach Möglichkeit immer Kontakt auch zu ihren Familien und ihrem sozialen Umfeld. Dort, wo wir fachliche Unterstützung benötigen, kooperieren wir mit jugendpsychiatrischen Fachkliniken genauso wie mit Schulen oder Ausbildungsstätten.

Uns wurde relativ schnell klar, dass man für unsere erweiterten Aufgaben immer auch visionäre Ideen braucht. So war es nur logisch, auch die Frage nach einem eigenen Haus zu stellen, das uns nicht nur mehr Unterbringungsplätze für neue Betreuungsformen unserer Jugendlichen nach dem Ende der individualpädagogischen 1:1-Hilfen bot, sondern darüber hinaus auch eine schon im Vorfeld beginnende, projektbegleitende Vorbereitung auf den Übergang in das Erwachsenenalter ermöglichte. Es war von Anfang an klar, dass ein solches Vorhaben die zur Verfügung stehenden Finanzen arg strapazieren würde. Man war aber davon überzeugt - so die einhellige Meinung -, dass der damit verbundene Qualitätsschub für die nachhaltige positive Wirkung auch im Interesse der uns beauftragenden Jugendämter liegt.

So entwickelten unsere pädagogischen Fachkräfte in einem längeren gemeinsamen Prozess unser neues Projekt mit der Bezeichnung „Die Drehscheibe“. Um die in diesem Konzept formulierten Ansprüche auch umsetzen zu können, begann die Suche nach geeigneten Räumlichkeiten. Bei der umfangreichen Recherche nach passenden Objekten stießen wir mit Hilfe der örtlichen Bürgerstiftung „Agora“ auf ein Gebäude in der Sofienstraße in Castrop-Rauxel. Der Umstand, dass dort zuvor ein Seniorenheim untergebracht war, kam uns insofern entgegen, als die Gebäudegröße und die Aufteilung der Räume nicht nur eine ideale Grundlage für die Unterbringung unserer Jugendlichen, sondern darüber hinaus auch genügend Platz für Büros unserer Fachkollegen bzw. BetreuerInnen und des Referates für Öffentlichkeitsarbeit und Kommunikation bietet.

Am nördlichen Rand des Ruhrgebietes gelegen, gewährleistet das Haus im Stadtteil Rauxel an der Grenze zu Habinghorst sowohl eine verkehrsgünstige Anbindung an das Ballungsgebiet als auch die Nähe zu landschaftlich reizvoller Umgebung, die durch den Verlauf des Rhein-Herne-Kanals mit vielen grünen Auen und Ausflugsmöglichkeiten geprägt ist. Ganz in der Nähe und bequem zu Fuß zu erreichen ist der Hauptbahnhof.

Von der ersten Inaugenscheinnahme bis zur endgültigen Nutzung liegt noch ein steiniger Weg vor uns. Immerhin haben wir es mit viel Überzeugungskraft und guten Argumenten geschafft, den facettenreichen bürokratischen Parcours auf dem Weg zum Olymp des Bauordnungsamtes mit Bravour zu meistern. Die notwendige Genehmigung der Nutzungsänderung ist inzwischen erteilt, und wir können jetzt die Ärmel hochkrempeln und mit den nötigen Umbaumaßnahmen beginnen.

Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit den für uns zuständigen kommunalen Dienststellen in Castrop-Rauxel und haben Grund zu der Annahme, dass unsere Arbeit dort ebenfalls als eine Bereicherung des Sozialraumes gesehen wird. Bürgermeister Beisenherz hat unser Anliegen von Beginn an begrüßt und positiv unterstützt. Auch die geplante Kooperation mit der Bürgerstiftung „Agora“ im Bereich praxisorientierter beruflicher Vorbereitung und Bildung, die im Rahmen unserer Konzeption vorgesehen ist, lässt uns in eine hoffnungsfrohe Zukunft blicken.

Um unser Vorhaben auch einem erweiterten Kreis unserer künftigen Ansprechpartner und Nachbarn in Castrop-Rauxel einmal näher vorstellen zu können, laden wir alle Interessierten am 29.September 2015 ab 16:00 Uhr zu einem Informationsgespräch für Nachbarn, Politik und Presse in unser neues Domizil in der Sofienstraße 4 ein. Bei einem kleinen Imbiss mit Getränken wollen wir uns in lockerer Atmosphäre unterhalten und Fragen beantworten.

Da „Die Drehscheibe“ als durchaus außergewöhnliches Projekt zu betrachten ist, das mit seiner geplanten facettenreichen Struktur im Jugendhilfebereich ein Alleinstellungsmerkmal besitzt und das Leistungsspektrum auch für die Jugendämter um eine attraktives und erfolgversprechendes Element bereichert, soll es unter Mitwirkung eines renommierten Institutes für Kinder- und Jugendhilfe in Mainz und dem in Deutschland einzigen Lehrstuhl für Erziehungshilfe und Soziale Arbeit der Universität zu Köln wissenschaftlich unterstützt werden.

Siehe auch: Presseecho.

Ferienspass für Wellenbrecher Kids

wasser 

Endlich Ferien - mit dieser Aussage verbinden die meisten von uns Entspannung, Freude, Ausgelassenheit. Für viele der von uns betreuten Kinder und Jugendlichen ist das aber nicht selbstverständlich. Sie weisen oft eine gebrochene Biografie auf, haben schon viel Negatives in ihrem bisherigen relativ kurzen Lebensabschnitt erfahren müssen und sind zum Teil nur bedingt gruppenfähig. Unsere zahlreichen individualpädagogischen Betreuungen versuchen, den jungen Menschen eine positive Grundhaltung zu vermitteln und ihnen die Möglichkeit zu geben, mit all ihren vorhandenen Kompetenzen gestaltend und selbstbewusst am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen.

Vor diesem Hintergrund organisieren wir jedes Jahr in den großen Sommerferien spezielle Freizeiten für Kinder und Jugendliche aus unseren Projekten. Betreut werden solche Maßnahmen von unseren pädagogischen Fachkräften. Sie bemühen sich rund um die Uhr, den teilweise traumatisierten Kids Erlebnisse zu verschaffen, die es ihnen erlauben, einmal losgelöst vom normalen Alltag in einer Gruppe von Gleichaltrigen oder auch in einer gemischten Altersrunde Spaß und Freude zu erleben. Verschiedenste Aktivitäten - vom Sport über Wanderungen bis hin zu Malkursen - fördern hierbei vor allem das Gruppengefühl und die Erfahrung, dass es lohnenswert ist, sich vertrauensvoll und mit Respekt auf andere einzulassen. Hier zwei typische Beispiele:

Traumapädagogisch gestaltete integrative Ferienfreizeit in der Eifel

Unter diesem Titel führte unser Büro Eifel vom 3. bis 8. August eine Ferienwoche in einem sehr schönen und naturorientierten Hüttendorf in der Vulkaneifel durch. Zielgruppe waren Kinder und Jugendliche, die bisher wenig oder noch nie bei einer Ferienfreizeit dabei sein konnten, weil sie es sich z.B. selbst nicht zutrauten oder weil man davon ausgehen musste, dass eine größere Gruppe und ein intensives Programm die Kinder überfordern würden.

Ferienfreizeit auf Mallorca

Eine weitere Ferienfreizeit fand vom 1. bis 10. August auf der Baleareninsel Mallorca statt. Dort stand uns die Finca „Casa de los niños felices“ unseres Kooperationspartners Kinderglück Dortmund e.V. zur Verfügung. Mit dabei waren 10 junge Menschen im Alter von 8–14 Jahren, die bisher selten oder noch nie eine Ferienfreizeit erleben konnten.

Neben dem oben beschriebenen Personekreis gibt es noch eine andere Gruppe von jungen Menschen, die aufgrund unterschiedlichster Behinderungen spezielle Unterstützung bei der Feriengestaltung von uns bekommen. Dazu gehört etwa unser

Sommercamp im Nationalpark Eifel

Vom 2. bis 8. August organisierte unser Büro Rheinland zum 11. Mal das Sommercamp in Heimbach im Nationalpark Eifel. Wie immer bot es viel Erholung und Freizeitvergnügen für einen Personenkreis, für den eine Urlaubsreise aufgrund verschiedener Handicaps nicht immer selbstverständlich ist. Zum Aktionsprogramm gehörten neben Kanutouren, Lagerfeuer am Tipi, Grillen, Schwimmen, Singen und Bogenschießen auch gemeinsame Entdeckertouren.

Weitere Infos und Fotos finden Sie auch auf unserer Facebook-Seite.

Europäisches Forum für soziale Bildung zu Gast bei Wellenbrecher

item2Vom 2.-3. Juli war das Europäische Forum für Soziale Bildung (European Forum for Social Education - EFFSE) unser Gast in Dortmund. EFFSE ist ein loser Zusammenschluss von mehreren international tätigen freien Jugendhilfeträgern, die sich zum Ziel gesetzt haben, bestimmte Formen des sozialen Lernens in ihren verschiedenen europäischen Projekten weiterzuentwickeln. Dabei stehen ganz besonders sozial benachteiligte junge Menschen im Fokus, denen entsprechende Lernerfahrungen ermöglicht werden sollen.

„Lernort Europa“ – das ist die Leitidee der fünf EFFSE-Träger, Christophorus Jugendwerk Oberrimsingen, Don Bosco Jugendwerk Bamberg, Evangelische Kinder-, Jugend- und Familienhilfe im Diakonischen Werk Würzburg e.V., Stiftung Leuchtfeuer und Wellenbrecher e.V. Unter dieser Prämisse wollen sie ihre Arbeit verstanden wissen und vorantreiben, aufbauend auf den vier Säulen „Bildung“, „Individualpädagogik“, „Wissenstransfer“ und „Europa“ (nähere Informationen dazu kann man hier finden).

Das Dortmunder Treffen diente vorrangig dazu, Perspektiven der Zusammenarbeit weiter zu konkretisieren und auszubauen. Schon in der Vergangenheit konnte man in dieser Hinsicht viele positive Erfahrungen sowohl beim informellen Austausch als auch bei gemeinsamen Tagungen im In- und Ausland, bei Buch-Veröffentlichungen oder mit einem gemeinsam betriebenen Messestand auf dem Deutschen Jugendhilfetag in Berlin sammeln. Dieses Mal ging es darum, zu klären, wie man durch die Vertiefung der Kooperation und das vorhandene gebündelte Know How bzw. das Gewicht von fünf größeren Trägern noch mehr Qualität und Vielfalt in das Angebotsspektrum bringen kann. Mit den so erwarteten Synergieeffekten erhofft man sich, anfragende Jugendämter noch bedarfsgerechter und passgenauer bedienen zu können. Schließlich ist auch geplant, den losen Zusammenschluss EFFSE in eine formale Organisation überzuleiten, wozu in den nächsten Monaten genaue Details definiert und beschlossen werden sollen.

Angesichts der sehr warmen Temperaturen war neben den vielen Diskussionen auch ein bisschen Ablenkung gefragt. So bot Wellenbrecher als Gastgeber seinen auswärtigen Gästen, die aus unterschiedlichen Regionen zu uns gekommen waren, eine spezielle Stadtrundfahrt an mit der Möglichkeit, einmal auf entspannte Art und Weise einen kleinen und spannenden Einblick in die typische Struktur einer Ruhrgebietsgroßstadt wie Dortmund zu geben. Dass das in der Kürze der zur Verfügung stehenden Zeit natürlich nicht einfach war, erklärt sich von selbst. Aber immerhin enthielt die Route so interessante Punkte, dass die TeilnehmeInnen der kleinen Rundreise sehr beeindruckt waren.

Büro Münsterland-Ost feierte stimmungsvolles Jubiläum

BadEssen1Die Sonne hielt sich zwar ein bisschen zurück, aber der Stimmung tat das keinen Abbruch. Gut gelaunte Gäste folgten gern der Einladung, zusammen mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern unseres Regionalbüros Münsterland-Ost „10 Jahre Arbeit im stationären Bereich“ am 14.6.2015 zu feiern.

Pantomime Pomorin sorgte gleich zu Beginn für gute Laune, denn er begrüßte jeden der nach und nach eintreffenden Besucher persönlich auf seine Art: freundlich und vielsagend ohne Worte. So war gleich eine Atmosphäre zum Wohlfühlen geschaffen. Ein reichhaltiges Buffet und passende Getränke sorgten für das leibliche Wohl.

Valentina Epp, Bereichsleiterin des Regionalbüros, ging zu Beginn ihrer Begrüßungsrede auf die Anfänge der anspruchsvollen Aufbauarbeit für stationäre Maßnahmen ein. Voller Stolz blickte sie auf die vergangenen zehn Jahre zurück, hielt dabei ein kleines Metallschild aus dieser Zeit in die Höhe, auf dem die damalige Büroanschrift zu erkennen war. Bis heute ist die Zahl der Anfragen im stationären Bereich ständig gestiegen. Um diese Bedürfnisse auch weiterhin qualitativ hochwertig zufriedenstellen zu können, wurde gleichzeitg mit der Jubiläumsfeier die neue Außenstelle in Bad Essen eröffnet. Andrea Tontrup, Wellenbrecher-Koordinatorin, wird hier die Ansprechpartnerin sein und dafür sorgen, dass die Begleitung der in einem eher ländlichen Gebiet ansässigen Projektstellen auch in Zukunft reibungslos funktioniert.

Einige der mit uns zusammenarbeitenden Sozialpädagogischen Lebensgemeinschaften aus diesem Bereich ließen es sich nicht nehmen, auch an der Feier teilzunehmen. Sie brachten nicht nur ihre eigenen, sondern auch die von ihnen betreuten Kinder mit. Von daher kann man mit Fug und Recht sagen, dass die Jubiläumsfeier auch eine richtige Familienfeier war, versehen mit speziellen Programmpunkten für die Kids wie die Tanzvorführung, ein Schminktisch oder eine Schlittenhundaktion.

Tatjana Jendrzejewski und Joachim Glörfeld, Mitglieder der Geschäftsführung von Wellenbrecher e.V., hoben - wie auch Valentina Epp - noch einmal die besondere Leistung und das Engagement unserer Kooperationspartner hervor. Als Anerkennung für die oftmals sehr schwierige Arbeit mit zum Teil schwersttraumatisierten Kindern wurden den anwesenden Betreuer-Familien kleine Präsente überreicht. Sie freuten sich sichtlich darüber und berichteten später in zufälligen Gesprächsrunden bei einer Tasse Kaffee, wie wichtig ihnen auch die Zusammenarbeit mit Wellenbrecher ist.

Richtig anschaulich wurde es am Nachmittag noch einmal, als die Projektstelle Rohlfes, nicht weit vom Ort der Jubiläumsfeier gelegen, zum alljährlichen Tag der offenen Tür einlud. Unsere Besucher hatten Gelegenheit, sich dort bei frisch gebackenen Waffeln in Ruhe umzusehen und eine Vorführung des angegliederten Reiterhofes mitzuerleben.

Am Ende einer gelungenen Veranstaltung mussten sich die Gäste ohne die gewohnte emotionale Verbabschiedung durch Pomorin auf den Heimweg machen: Wahrscheinlich war er etwas heiser...

Für neue Herausforderungen gut aufgestellt

WB2020W2020 geht auf eine interne Fortbildung von Anfang 2014 zurück. Unter dem Titel „Perspektiven zur Sicherung und Weiterentwicklung unserer Angebotsstruktur" wurden alle pädagogischen Mitarbeiter gebeten, neue Projektideen zu entwickeln, die der aktuellen gesellschaftlichen Situation und den für die Jugendhilfe bedeutsamen neuen Problemlagen gerecht werden. In diesem Zusammenhang wurde auch diskutiert, inwieweit der Trend weg von den ambulanten Einzelfallhilfen hin zu präventiven sozialraumorientierten Angeboten immer mehr an Bedeutung gewinnt.

Ein Qualitätsentwicklungsplan, wie wir ihn mit WB2020 begonnen haben, soll Zukunft sichern und Bewährtes erhalten. Er ist für uns ein Steuerungsinstrument für die Gesamtentwicklung und gleichzeitig ein Strategiekonzept für die nächsten Jahre. Gleichzeitig zielt er auf eine möglichst breite Aufstellung im Fachmarkt und eine Portfolioerweiterung- bzw. ergänzung.

Um sichtbar zu machen, wie bedeutend ein solcher Qualitätsstandard für uns ist, entwickelten wir einen Fragebogen, der zunächst einmal alle Angebotsformen nach Kriterien eines in der Vergangenheit erfolgreich angewendeten Benchmarkingverfahrens für nordrhein-westfälische Jugendämter kategorisieren sollte. Die ermittelte Datenbasis wurde anschließend in mehreren Workshops in unseren verschiedenen Regionalbüros intensiv diskutiert. Ziel war es dabei, darauf aufbauend neue Angebote zu entwickeln bzw. bestehende weiter auszubauen. Auf diese Weise entstanden acht Schwerpunkte, auf die wir uns in nächster Zeit besonders konzentrieren werden. Dabei geht es genauso um die Verbesserung der Nachhaltigkeit bestehender Angebote wie etwa auch um die Arbeit mit neuen Zielgruppen.

Damit WB2020 nicht allein aus der Innensicht neue Perspektiven entwickelt, nehmen wir externen Rat in Anspruch. So begleiten uns Dr. Kurt Frey und Volker Hilgenstock mit ihrer reichhaltigen Erfahrung und fachlichen Kompetenz. Beide waren lange Jahre vor ihrem offiziellen Ausscheiden aus dem Berufsleben in Führungspositionen tätig: Dr. Kurt Frey als ehemaliger Leiter einer großen LWL-Einrichtung und Supervisor sowie Volker Hilgenstock als städtischer Bereichsleiter für Jugendhilfe und Schule.

Gut aufgehoben in unseren Projektstellen

Dorfleben2Wellenbrecher bietet seit Jahren mit Erfolg individualpädagogische Hilfen an, die es Kindern und Jugendlichen ermöglichen, wieder positiv besetzte Perspektiven für die künftige Lebensgestaltung zu finden. Dazu sind wir auch auf die Kooperation mit geeigneten Projektstellen angewiesen, in denen junge Menschen betreut werden. Bei der Auswahl achten wir sehr darauf, dass unsere hohen Qualitätsstandards eingehalten werden.

Denn bei diesen stationären Einzelbetreuungen von Kindern und Jugendlichen mit einer schwierigen Vergangenheit bedarf es neben Einfühlungsvermögen auch einer ausgeprägten pädagogischen Fachkompetenz und Erfahrung. Neben der hohen Verantwortung, die wir und unsere Fachpartner übernehmen, stellt die Tatsache, dass die Projektstellen-MitarbeiterInnen an 7 Tagen in der Woche jeweils 24 Stunden für die jungen Menschen da sein sollen, eine große Herausforderung dar.

Eine dieser hochqualifizierten Projektstellen ist die Gemeinschaft Tempelhof. Wir wollen Sie Ihnen hier einmal näher vorstellen. Dort werden vor allem Wellenbrecher-Jugendliche betreut, die nach ihrer Rückkehr aus dem Ausland wieder in das Leben in einer Gemeinschaft integriert und an eine selbständige und verantwortliche Lebensweise herangeführt werden sollen. Wir sind sehr froh darüber, die pädagogisch bestens qualifizierten Mitbewohner des Tempelhofes für unsere Betreuungen gewonnen zu haben. Denn hier wird neben der ausgewiesenen fachlichen Kompetenz eine Utopie gelebt, von der sicherlich viele von uns schon einmal geträumt haben, aber nur wenige die Gelegenheit hatten, sie zu realisieren. Mehr Infos...

Wenn jungen Menschen ein "richtiges" Zuhause fehlt

PKH2Manchmal können Eltern aufgrund persönlicher, sozialer oder wirtschaftlicher Krisen ihren Kindern oft unverschuldet nicht mehr die Aufmerksamkeit schenken, die für einen positive Entwicklung notwendig ist. Dann sind wir mit unserer Pflegekinderhilfe gefordert. Sie bietet flexible Lösungen an, die auf die jeweiligen Bedürfnisse der betroffenen jungen Menschen abgestimmt sind.

Die Pflegekinderhilfe kümmert sich um die Akquise, Auswahl und Vorbereitung geeigneter Pflegeeltern sowie die Vermittlung von Kindern und Jugendlichen. Sie berät, begleitet und unterstützt kontinuierlich Pflegekind, Pflegeeltern und Eltern. Wir gewährleisten jederzeit eine hohe Qualität unserer Arbeit durch ein Team von bestens ausgebildeten Fachleuten und garantieren den ständigen Austausch mit den zuständigen Jugendämtern. Mehr Infos...

Zusatzausbildung Gewaltpräventionstrainerin

FobiZusatzSeit 2005 sind wir im Bereich Gewaltprävention, Training und Beratung tätig (siehe dazu auch das Video-Interview in der Spalte rechts). Dabei haben wir die Erfahrung gemacht, dass es zwar an vielen Schulen und Kindertagesstätten umfangreiche Präventionskonzepte gibt, dieses Thema aber für viele pädagogische Fachkräfte eine besondere Herausforderung darstellt. Die für entsprechende Kompetenz-, Coolness- oder Selbstbehauptungstrainings notwendigen fachlichen Kenntnisse wurden oftmals nicht oder nur rudimentär in der Berufsausbildung vermittelt. Hier setzen wir mit unserem Zusatzqualifizierungs-Konzept an.

Ab Herbst 2015 bieten wir eine spezielle Fortbildung zum/zur pädagogischen Gewaltpräventions-Trainer/in an. Es geht dabei nicht nur darum, spezifische Trainingskonzepte kennenzulernen, sondern darüber hinaus auch um die Vermittlung von Theorie und Praxis, die die Teilnehmenden in die Lage versetzt, eigene Konzepte für die jeweilige Zielgruppe zu erstellen und umzusetzen. Die Veranstaltungsreihe findet jeweils freitags und samstags statt und endet im Sommer 2016. Sie besteht aus 10 Lerneinheiten (Modulen) und wird von erfahrenen ReferentInnen geleitet. Bildungsschecks können für diese Veranstaltung verrechnet werden. Mehr Infos...

Ehrung für langjährige Verdienste

Bildleiste1

László Csáky, Dr. Wladimir Süss (2.v.l.) und Joachim Glörfeld (v.l.)

Nicht zuletzt das große Engagement unserer vielen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter seit mehr als 20 Jahren machte Wellenbrecher zu dem, was er heute ist: ein erfolgreich tätiger Jugendhilfeträger mit einer reichhaltigen Angebotspalette für die unterschiedlichsten Aufgabenstellungen. Im Bereich der individualpädagogischen Hilfen zählen wir inzwischen sicher zu den bedeutendsten im Land.

Einen nicht unerheblichen Teil zum Erfolg trugen auch unsere Auslandsmaßnahmen bei. Vor diesem Hintergrund war es Joachim Glörfeld, geschäftsführender Vorstand von Wellenbrecher, ein besonderes Anliegen, anlässlich der diesjährigen Auslandsklausurtagung am Möhnesee einige Mitarbeiter stellvertretend für die vielen anderen engagierten Kolleginnen und Kollegen mit einer Besonderheit auszuzeichnen: Er überreichte bei einem feierlichen Sektempfang - zusammen mit dem Leiter der Auslandsabteilung, Michael Karkuth - den Kollegen László Csáky (Vor-Ort-Koordinator in Ungarn), Arnold Gladisch (Koordinator Clearingprojekte) und Dr. Wladimir Süss (Projektleiter Russland) das zertifizierte Unikat eines Cubo-Art-Objektes. Hierbei handelt es sich um einen künstlerisch gestalteten Würfel, der als Teil des Kunstprojektes „Zona de Cubo“ der Rendsburger Galerie Collosseum indivduell angefertigt wurde und dazu animieren soll, sich mit anderen Menschen rund um den Globus zu vernetzen und so das gesammelte vorhandene Wissen zu teilen. Ein anderer Gedanke, der sich damit verbindet, ist auch der Wunsch, dass sich durch diese Aktion eine Gemeinschaft besonders namhafter Pädagogen zusammenfindet und austauscht. Mehr Infos über das Projekt Zona de Cubo unter www.zonadecubo.de.

Bildleiste2

Arnold Gladisch, Joachim Glörfeld und Michael Karkuth (v.l.)

In seiner Laudatio vor dem versammelten Team der Auslandsabteilung würdigte Joachim Glörfeld die jeweiligen Verdienste der drei Ausgezeichneten:

• László Csáky, ein angesehener Pädagoge seines Heimatlandes Ungarn, für seine Unterstützung beim Aufbau von Projektstellen in Ungarn und Rumänien

• Arnold Gladisch für seine herausragende langjährige Aufbauarbeit in Polen und anderen für uns wichtigen Bereichen, für die er grundlagenschaffende Qualitätsstandards entwickelt hat

• Dr. Wladimir Süss für den Aufbau unseres Standbeines in Russland und nicht zuletzt für sein wissenschaftliches Engagement, dass zu der engen Kooperation mit Frau Prof. Dr. Svetlana Rastschetina von der Russischen Staatlichen Pädagogischen Herzen-Universität in St. Petersburg führte und aus dem eine Reihe von Buchveröffentlichungen zum Thema Erziehungshilfen entstand.

Für die Zukunft gerüstet – Fortbildung als Teil der Qualitätssicherung und -entwicklung

Der fachliche Erfahrungsaustausch und regelmäßige Fortbildungen haben einen sehr hohen Stellenwert in der Arbeit von Wellenbrecher. Sie sind nicht nur ein wichtiges Qualitätsmerkmal in der alltäglichen Praxis, sondern gewährleisten auch fachliche Kompetenz, um zukünftigen Herausforderungen besser begegnen zu können.

Dadurch, dass unsere Einrichtung über Fachleute mit den unterschiedlichsten pädagogischen, psychologischen und therapeutischen Qualifikationen verfügt, sind wir in der Lage, neben Veranstaltungen mit externen ReferentInnen auch interne Fortbildungen auf hohem Niveau durchzuführen. Das Spektrum reicht von Klausurtagungen über Workshops, Konzepttage und themenbezogene Teamsitzungen bis hin zur Beteiligung an Fachkonferenzen, wissenschaftlichen Symposien und dem Austausch mit anderen Einrichtungen und Instituten. Beispielhaft für eine typische intern organisierte Veranstaltung steht die kürzlich durchgeführte Fortbildung für Reisepädagogen in Sonsbeck bei Xanten. Mehr Infos...

Foto: Adobe Stock

Foto: Adobe Stock

Foto: istockphoto.com

Unsere zukünftigen Pflegeeltern während des Seminars vor dem Treffpunkt Eickel in Herne. Vorne rechts: die Projektleiterin der Pflegekinderhilfe „Die Option“ Julia Schröer.

ARCHIV
item3
WBLogoAktWeiss