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Wellenbrecher weitet siebzehnjährige erfolgreiche Tätigkeit in Russland aus

SonnenuntergangRussland liegt ganz schön weit weg. Daran ändert auch die Tatsache kaum etwas, dass unsere Projektstellen dort ganz im Westen angesiedelt sind. Aber gerade das ist ja der Sinn unserer Betreuungen im Ausland: Unsere Jugendlichen sollen ganz bewusst zeitweilig herauskommen aus der gewohnten Umgebung und den gewohnten Beziehungsstrukturen. Schließlich sind sie mit ein Grund für ihre schwierige Lebenssituation, die dazu geführt hat, dass in Deutschland keine adäquate Hilfe für diese jungen Menschen mehr bereitsteht. Unsere Fachleute bezeichnen den Kulturschock, der sich beim Wechsel in eine fremde Kultur mit fremder Sprache und einen Ort, der am besten noch in einer reizarmen Umgebung liegt, als gewollten biografischen Strukturbruch. Der erlebte Kulturschock soll die Jugendlichen in ihren Verhaltensmustern erschüttern, irritieren und sie dadurch bewegen, sich neu zu orientieren. Dabei erhöht die anfängliche „Nichtsprachlichkeit“ die Wirkung noch einmal zusätzlich.

IMG3962Die Kooperation mit Russland als Gastland war in den vergangenen 17 Jahren ein ganz besonderes Erfolgsmodell. Wellenbrecher kann dort auf gute gewachsene Strukturen zurückgreifen, etwa bei der Zusammenarbeit mit Botschaft, Ministerien, örtlichen Behörden und Universitäten. So leistete die Russische Staatliche Pädagogische Herzen-Universität, St. Petersburg, die wissenschaftliche Begleitung für unsere Projekte. Darüber hinaus führte die intensive Zusammenarbeit mit Wellenbrecher sogar zur Einrichtung eines Master-Studienganges für individualpädagogische Betreuungen.

Wir werden deshalb unser Angebot an Projektstellen in Russland ausweiten und neben den Betreuungsstellen im Großraum St. Petersburg und Pskov nun auch Unterbringungsmöglichkeiten in der Gegend um Velikij Novgorod einrichten. Die BetreuerInnen dort verfügen über gute fachliche Qualifikationen, und beherrschen zum Teil die deutsche Sprache. Die bewährten Standards mit Vor-Ort-Koordinatoren, Beratung durch Psychiatrien sowie Hilfeplangespräche mit Jugendämtern und Familien vor Ort bleiben dabei selbstverständlich erhalten.

IMG1829Zusätzlich ist vorgesehen, auch sogenannte „Auszeitprojekte“ in der russischen Wildnis anzubieten. Das sind Projekte, die – zeitlich begrenzt – erlebnisorientiert mit nicht deutschsprachigen Betreuern in der Wildnis mit Lagerfeuer, Angeln, Wandern, Überleben im Wald, fern der Zivilisation ohne Internet und Handy stattfinden. Damit verfolgen wir das Ziel, Jugendliche „zu erden“, sie vorzubereiten auf eine stationäre Unterbringung oder auch ein Hilfeangebot zur Krisenintervention zu machen. Auszeitprojekte haben weniger als z.B. unsere Reiseprojekte einen diagnostischen Auftrag. Die jungen Menschen sollen eher durch einfache, aber zum Teil überlebenswichtige Alltagsarbeiten in der freien Natur ihr eigenes Handeln und ihre eigenen Stärken konstruktiv neu erleben.

Ansprechpartner

Heribert Knubel
Tel. (0175) 2781505
knubel@wellenbrecher.de

Dr. Wladimir Süss
Tel. (0171) 5776877
suess@wellenbrecher.de

Mehr Informationen über unsere erzieherischen Hilfen im Ausland siehe hier.