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Von Heike Lorenz. Die Beteiligten befällt der Schwindel: nicht, weil gelogen wird, dass sich die Balken biegen...nun ja, vielleicht auch das gelegentlich, aber hier ist der Schwindel gemeint, der entsteht, wenn man sich unaufhörlich im Kreise dreht. Der Schwindel, der den Gleichgewichtssinn zur Strecke bringt, die Wahrnehmungsfähigkeit der Augen und den klaren Verstand außer Kraft setzt. Dieser Schwindel setzt eine Menge in Bewegung, aber alles außer Kraft, was wir für eine angemessene Bewältigung einer schwierigen Situation benötigen.

Das Ergebnis: Ratlosigkeit, Hilflosigkeit, und so manchen jungen Menschen packt angesichts einer solchen Situation nun das schleichende Entsetzen. „Hilfe! Bloß nicht ergeben! Suchen! Oder weiter machen! Egal wie, egal was...“ - Wenn die Erwachsenen auch nicht mehr wissen, was geschehen soll, muss wenigstens das Karusell in Bewegung gehalten werden, damit etwas passiert.....

Manchmal klingelt während einer solch rasanten Fahrt in unserer Einrichtung das Telefon. Die Versuchung, ein auf die Schnelle unter der gebotenen Eile mit heißer Nadel gestricktes Konzept anzubieten, ist manchmal groß – aber, ehrlich gesagt, und auch wenn es gelegentlich schwer fällt: Entschleunigen ist in den meisten Fällen sicher die bessere Idee. Und dann: in Ruhe und mit der gebotenen Sorgfalt sortieren und sehen, was zu tun das Beste wäre.
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Die Geschichte mit dem Karussel oder: Warum eine sorgfältige Diagnostik unbedingte Voraussetzung für eine erfolgreiche Hilfeplanung ist.

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