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Buchveröffentlichung. „Kulturschock und sozialpädagogische Betreuung Jugendlicher im Ausland. Theorie und Praxis“ lautet der Titel der vorliegenden Monografie, die Prof. Dr. Svetlana Rastschetina von der Russischen staatlichen pädagogischen Herzen-Universität St. Petersburg zusammen mit Dr. Wladimir Süss von Wellenbrecher e.V. erstellt haben. An dem Buch arbeitete zudem Dr. Matthias D. Witte von der Philipps-Universität Marburg mit.

Die Monografie ist die Fortsetzung des Sammelbandes „Theorie und Praxis der intensiven sozialpädagogischen Einzelbetreuung im Ausland“, der 2006 in Sankt-Petersburg herausgegeben wurde. Wir freuen uns, mit vorliegender Monografie das nun anschließende Projekt „Erziehungshilfe im Ausland auf Grundlage der Kulturschocktheorie“ präsentieren zu können, in welchem die erfolgreiche Kooperation zwischen den Beteiligten weitergeführt wird.

Das Buch mit einem Vorwort des Generalkonsuls der Bundesrepublik Deutschland in St. Petersburg, Peter Schaller, erscheint in deutscher (PDF 1) und in russischer (PDF 2) Sprache.

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Kulturschock und sozialpädagogische Betreuung Jugendlicher im Ausland

Theorie und Praxis

Von Matthias D. Witte. „In der Erziehung zählt das Urteil des Opfers. Ein System, das gar nicht hinhört, was diese sagen, das nicht sehen will, was diesen geschieht, kann sich nicht selbst einschätzen, vermag sich nicht selbst zu korrigieren und wird ihnen alle Folgen der eigenen Verkehrtheit aufladen“ (v. Hentig 1982, S. 223).

1. Was ist eigentlich das Problem?

Das deutsche Jugendhilfesystem erfüllt gegenwärtig mit seiner Binnendifferenzierung, d.h. mit der zielgruppenbezogenen Spezialisierung von Hilfeangeboten, die Aufgabe, auf die Adressaten individuell zugeschnittene Hilfearrangements bereitzustellen. Abstrakt formuliert: Für das Problem gibt es die Lösung und für die Lösung das spezifische Angebot. Dennoch! Es gibt Jugendliche, die das Hilfesystem in Deutschland immer wieder an seine Grenzen bringen; „an die Grenzen von Strukturen und Handlungskonzepten, von Zuständigkeiten, gesetzlichen Aufträgen und Finanzen, an die Grenzen der Geduld von Professionellen und an die Grenzen öffentlicher Akzeptanz für abweichendes und auffälliges Verhalten“ (Ader 2004, S. 438). + Der ganze Beitrag als PDF-Download

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Erziehungshilfe im Rahmen biographischer Selbstkonstruktion

Ein intensivpädagogisches Auslandsprojekt aus Adressatensicht, Teil 1

Von Willy Klawe. Geraten (sozial-)pädagogische Interventionen oder Projekte in die Kritik von Politik und Öffentlichkeit, wie etwa jüngst wieder individualpädagogische Maßnahmen im Ausland1, oder gilt es, unter dem Kostendruck der öffentlichen Haushalte verschiedene Jugendhilfeangebote miteinander zu vergleichen, wird regelmäßig schnell der Ruf nach Evaluation und Wirkungsforschung laut. So auch jüngst in der Koalitionsvereinbarung der neuen Bundesregierung2. Dabei geraten die Schwierigkeiten und Begrenzungen einer Wirkungsforschung in pädagogischen und sozialen Arbeitsfeldern aus dem Blick. Im folgenden Beitrag soll daher beschrieben werden, was bei der Evaluation von Wirkungen pädagogischer Prozesse berücksichtigt werden muss. Darauf aufbauend wird ein rekonstruktives Forschungsdesign skizziert, das geeignet ist, dennoch zuverlässige Aussagen über den Erfolg pädagogischen Handelns und seiner Determinanten zu gewinnen.
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Wie wirken pädagogische
Interventionen?

Zur Wirkungsforschung bei individualpädagogischen
Maßnahmen

In den achtziger Jahren sind die Vorläufer der Intensiven Sozialpädagogischen Einzelbetreuung aus den Anforderungen der Praxis heraus entstanden. Ausgangspunkt für die damaligen Überlegungen war eine immer größer werdende Anzahl von Jugendlichen, die durch traditionell geprägte Regelangebote in Gruppen der Heimerziehung nicht wirksam erreicht werden konnten. Diese Jugendlichen verweigerten gesellschaftliche Integration, tendierten erheblich zu Fremd- und Eigenschädigung, „störten“ die Entwicklung anderer Jugendlichen in Systemen wie Heimgruppen, Schulklassen etc. Sie forderten alle Beteiligten bis an und über alle Grenzen hinaus.

Was tun mit diesen Jugendlichen? Einsperren? Medikamentieren? Kriminalisieren? Einfach laufen lassen? Die Wut, das Unverständnis, die Hilflosigkeit weiter wachsen lassen? Antworten mussten her und neue Konzepte. Konzepte und Ideen, die die Jugendlichen überraschten, herausforderten, mitnahmen. Konzepte, die motivierten und/oder irritierten. Konzepte, die die erkannten oder vermuteten Mängel wirksam und nachhaltig auszugleichen versuchten.
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Steuerung intensivpädagogischer Maßnahmen im Ausland

Stellungnahme des Bundesverband Erlebnispädagogik zur Fachtagung "Verändertes Kinder- und Jugendhilferecht und seine Auswirkungen auf die Praxis", Verein für Kommunalwissenschaften, Juni 2005, Berlin

Von Michael Kaun, Wellenbrecher e.V.

1. Gesellschaftliche Rahmenbedingungen/Ausgangslage: Theoretische Grundlagen

2. Rechtliche Voraussetzungen

3. Der Träger/Wellenbrecher e.V.

4. Die individuellen Lebensbedingungen der jungen Menschen Entscheidungsprozesse, die zu Auslandsbetreuungen führen

5. Kurzbeschreibung einer Auslandsbetreuung

6. Spannungsfelder in der Betreuungsarbeit/Auslandsbetreuung

7. Chancen der Betreuungsarbeit/Auslandsbetreuung

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Pädagogische Einzelbetreuung
im Ausland

Allgemeine Zusammenhänge und Fragestellungen

Das KJHG sieht im Rahmen der Maßnahmen nach § 35 umfangreiche Möglichkeiten der Jugendhilfeangebote vor. Dazu gehören auch die individualpädagogischen Auslandsmaßnahmen.

Die Standprojekte in den Kreisen Leningrad und Pskov (Projekt "Volnolom"/St. Petersburg), die speziell für schwer entwicklungsgestörte und durch erlebte Traumatisierungen geschädigte und deviante Jugendliche konzipiert wurden, sollen diesen helfen, zu einer konstruktiven Lebenshaltung zu finden. Die unterschiedlichsten Probleme und Lebenssituationen sind es, die die betroffenen Jugendlichen belasten und als unbewältigter Bestandteil ihres Lebens einer normalen, angepassten Entwicklung im Wege stehen. Wir, der Verein Wellenbrecher e.V., sieht die daraus entstehenden Krisen aber auch als Chance, dem jungen Menschen Hilfestellung zu geben, seine Alltagsprobleme selbstständig bewältigen zu lernen, d.h. sein Leben zu meistern. Die Standprojekte sind lebenspraktisch orientiert und nehmen gezielt die der Sozialarbeit in Deutschland wohlbekannten Probleme in Angriff.
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Sozialpädagogische Bedingungen für die Arbeit mit deutschen Jugendlichen in Russland

Standprojekte in den Kreisen Leningrad und Pskov

Bei Jugendlichen aus Risikogruppen besteht häufig eine besorgniserregende Tendenz zur Ablehnung von Bildung, abzulesen an Schuleschwänzen, Verweigerung im Unterricht sowie allgemeinem Widerstand gegen Erziehung mit offenem und verdecktem Protestverhalten. Damit die Betroffenen die zugrundeliegenden sozialen, psychologischen und pädagogischen Barrieren überwinden lernen, welche die Adaptionen innerhalb der komplizierten inneren Welt auf der Schwelle zum Erwachsenwerden stören, startete der Dortmunder freie Jugendhilfeträger „Wellenbrecher“ im Jahr 2001 zusammen mit dem Lehrstuhl für Pädagogik der Russischen Staatlichen Pädagogischen Herzen-Universität St. Petersburg das Projekt „Jugendhilfe im Ausland auf Grundlage des Eintauchens in das Leben eines anderen Landes und des Erlebens eines ‚Kulturschocksʻ“. Die russisch-deutsche Kooperation sucht, praktikable Bedingungen für deutsche Jugendliche zu organisieren, die einen längeren Zeitraum von bis zu zwei Jahren in Russland verbringen und dort in Familien von Sozialpädagogen leben. Die Jugendlichen haben in der Regel schon verschiedene schulische und Jugendhilfe-Maßnahmen erfolglos durchlaufen, bevor eine Auslandsmaßnahme als „letztes Mittel“ in Betracht gezogen wird.

Im Rahmen des Projektes werden verschiedene Programme erarbeitet und umgesetzt, die einen vollwertigen Sozialisationsprozess in Gang zu setzen suchen. Eines der wichtigsten, das Rückkehrprogramm, zielt auf eine Eingliederung der Jugendlichen, die sich vor dem Russlandaufenthalt hartnäckig der Schule verweigerten, in den Bildungsprozess ab. Im Folgenden werden die Erfahrungen und Ergebnisse dargestellt.

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Rückkehrprogramme für Jugendliche
aus Risikogruppen in den schulischen
Bildungsprozess

von Svetlana Rastschetina, St. Petersburg; Wladimir Süss,
Castrop-Rauxel; Thorsten Rentel, Neukirchen-Vluyn

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